Satay-Marinade-Rezept — Indonesisches Satay für den Grill | The Rub Kitchen
Satay — in Indonesien Sate — ist eines der meistgegessenen Streetfoods der Welt und zugleich eines der raffiniertesten: kleine Spieße mit gewürztem Fleisch, über Holzkohle gegrillt, serviert mit einer reichhaltigen Erdnusssauce. Die Marinade ist die Geheimwaffe. Zitronengras, Kurkuma, Kemirinüsse und Ketjap Manis verleihen dem Fleisch eine aromatische Tiefe, die man mit keiner Trockenmarinade erreichen kann. Dies ist das Grundrezept.
Was ist Satay?
Satay entstand auf Java, Indonesien — vermutlich als lokale Anpassung der nahöstlichen Kebab-Traditionen, die von arabischen und indischen Händlern eingeführt wurden. Von Java aus verbreitete es sich in ganz Südostasien: Malaysia, Singapur, Thailand, Philippinen — jede Region mit ihrer eigenen Variante. In den Niederlanden ist Satay durch die indonesische Küche tief als Standard-BBQ-Gericht verwurzelt.
Satay-Marinade — Grundrezept (Javanisch)
Für ±400 Gramm Huhn oder Rind (8–10 Spieße):
- 2 Stangen Zitronengras — nur der weiße Teil, fein gehackt
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Schalotten
- 1 TL Kurkuma (Koenjit)
- 1 TL Koriander (gemahlen)
- 2 Kemirinüsse (oder Macadamia als Ersatz) — verleiht Cremigkeit
- 2 EL Ketjap Manis
- 1 EL Palmzucker oder brauner Zucker
- 1 EL Erdnussöl oder Sonnenblumenöl
- ½ TL Salz
Zubereitung: Alles in einem Mörser oder Mixer zu einer glatten Paste verarbeiten. Unter das geschnittene Fleisch mischen und mindestens 2 Stunden, vorzugsweise über Nacht, marinieren. Das Fleisch färbt sich durch das Kurkuma gelb-orange.
Fleisch und Schnitte
- Huhn — Hähnchenschenkel (ohne Knochen, in 2 cm große Würfel) ist die klassische Wahl. Saftiger als Hähnchenbrust auf dem Grill.
- Rindfleisch — Bavette oder Flanksteak in dünnen Streifen — malaysischer Stil.
- Ziege oder Lamm — traditionell in einigen indonesischen Regionen (Padang-Stil).
- Tofu oder Tempeh — 30 Minuten marinieren, kurz und heiß grillen für eine knusprige Außenseite.
Auf dem Grill
- Verwenden Sie Bambusspieße — mindestens 30 Minuten in Wasser einweichen, damit sie nicht verbrennen
- Auf hoher direkter Hitze grillen, 2–3 Minuten pro Seite
- Zwischendurch mit einer Mischung aus Öl und Ketjap Manis bestreichen für zusätzlichen Glanz und Karamellisierung
- Hähnchen ist fertig bei einer Kerntemperatur von 74°C
- Sofort servieren — Satay kühlt schnell ab und schmeckt am besten glühend heiß vom Grill
Erdnusssauce — die unverzichtbare Beilage
Satay ohne Erdnusssauce gibt es nicht. Grundrezept:
- 150g geröstete ungesalzene Erdnüsse, gemahlen (oder 3 EL Erdnussbutter)
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 1 EL Ketjap Manis
- 1 EL Tamarindenpaste oder Limettensaft
- 1 TL Sambal Oelek oder Chilipulver
- 150 ml Kokosmilch
- Salz nach Geschmack
In einem Topf bei niedriger Hitze erhitzen, rühren, bis es gebunden ist. Mit Wasser oder Kokosmilch auf die gewünschte Dicke verdünnen. Warm neben den Spießen mit frischer Gurke und roten Zwiebeln servieren.
Regionale Varianten
- Sate Madura — Huhn oder Rind, süßere Marinade mit mehr Ketjap, serviert mit Erdnusssauce und Sambal Kecap
- Sate Padang — Rindfleisch und Innereien, gelbe Kurkuma-Marinade, serviert mit einer dicken gewürzten Sauce (keine Erdnusssauce)
- Sate Lilit (Bali) — Hackfleisch gemischt mit geriebenem Kokos und Gewürzen, um einen Zitronengrasstiel geformt
- Malaysisches Satay — etwas süßer, serviert mit Reiswürfeln (Ketupat) neben der Erdnusssauce